Sofortrente

Insbesondere bei Sofortrenten werben die Anbieter mit hohen Renditeversprechen und attraktiven Vorteilen. Doch lohnt sich eine private Rentenversicherung mit Einmalzahlung wirklich?

Bei einer Sofortrente wird einmalig Geld in die Rentenversicherung eingezahlt. Das Kapital wird von den Versicherungsgesellschaften verzinst und in monatlichen Rentenbeträgen ausgezahlt. Versicherte erhalten dabei neben der garantierten Rente auch die erwirtschafteten Überschüsse, deren Höhe jährlich neu berechnet wird. Dabei sind unterschiedliche Vertragsgestaltungen wie eine dynamische Zahlung mit einer jährlichen Steigerung oder einer konstanten Zahlungsweise möglich. Einige Versicherer bieten die Möglichkeit, bei einem zwischenzeitlichen Finanzbedarf höhere Beträge zu entnehmen.

Je nach Anlageform hohe Renditen möglich

Die Rendite einer Sofortrente ist abhängig von der Anlagestrategie des Anbieters. Trotz sinkender Zinsen hat das "Manager-Magazin" Anfang des Jahres 2012 einen durchschnittlichen Zinssatz von rund 4 Prozent ermittelt. Letztlich entscheidet die Anlageform darüber, wie hoch die erzielte Rendite wirklich ist. Wer sich für eine Anlageform in Fonds entscheidet, kann höhere Renditen erzielen, als bei einer klassischen Anlageform. Gleichzeitig birgt die Anlage insbesondere in Aktienfonds aber auch höhere Risiken.

Vorteile einer Sofortrente

Gerade für ältere Menschen, die noch keine Vorsorge fürs Alter getroffen haben, bietet eine Sofortrente deutliche Vorteile. Bei dieser Anlage weiß der Anleger sofort, mit welchem Betrag er bis zu seinem Lebensende monatlich rechnen kann, er hat also absolute Planungssicherheit. Auch steuerlich bietet diese Anlageform Vorteile, denn nur der Ertragsanteil der Auszahlungen muss versteuert werden. Die Höhe der Besteuerung ist abhängig vom Rentenbeginn. Je älter der Anleger bei Auszahlungsbeginn ist, desto geringer ist die Besteuerung. Wer möchte, kann seine Angehörigen ebenfalls über die Sofortrente absichern. Möglich ist die Vereinbarung einer Rückgewähr. Das heißt, im Todesfall erhalten die Angehörigen das noch vorhandene Kapital abzüglich der bereits geleisteten Rentenzahlungen.

Nachteile der Sofortrente

In der Regel veranschlagen die Anbieter recht hohe Verwaltungskosten für diese Verträge. Werden keine zusätzlichen Optionen zur Angehörigenvorsorge vereinbart, so ist das Kapital beim Tod des Anlegers verloren. Verstirbt der Anleger früh nach Abschluss des Vertrages, so kann im schlimmsten Fall nahezu das gesamte Kapital verloren sein. Darüber hinaus ist eine Kündigung dieser Verträge nicht möglich. Wer sein Geld einmal in einen Vertrag eingezahlt hat, kann nicht mehr darauf zugreifen. Viele Anbieter ermöglichen zwar eine Sonderentnahme, aber an das gesamte Kapital kommt der Anleger nicht mehr heran.

Fazit

Anleger, die im Alter etwa aus einer fälligen Lebensversicherung, eine höhere Summe erhalten und weiter vorsorgen wollen, sind mit einer Sofortrente gut beraten. Wer schon durch andere Rentenverträge abgesichert ist hat und nicht unbedingt auf das Geld angewiesen ist, kann eine risikoreichere Variante wählen und so hohe Renditen erzielen.

Mehr zur Privaten Rentenversicherung:
Vergleich | Vorteile & Nachteile | Test | Sofortrente | Riester Rente | Rürup Rente | Kapitallebensversicherung | Risikolebensversicherung